Projektvorstellung
Ein Innenraum funktioniert dann wirklich gut, wenn Funktion, Form und Materialeinsatz im Gleichgewicht stehen. Bei diesem Projekt wurde die Mittelholmtreppe nicht nur als strukturelle Lösung eingesetzt, sondern gezielt als gestalterisches Element genutzt, um Proportionen, Rhythmus und den visuellen Fluss des Raumes zu definieren.
Unser Ziel war es, eine Treppe zu gestalten, die stabil und sicher ist, dabei aber leicht und luftig wirkt – und sich auf natürliche Weise mit Beton, Holz und Glas verbindet.

Die Rolle des Mittelholms im Raum
Der größte Vorteil einer Mittelholmtreppe ist, dass sie keine Wandbefestigung benötigt. Genau das war in diesem Raum entscheidend: Die Oberflächen und Positionen der Wände ließen es nicht zu, dass die Treppe optisch oder statisch an sie angebunden wird.
Der mittig verlaufende Tragholm tritt stattdessen als eigenständiges, skulpturales Element in Erscheinung und übernimmt die gesamte Last.
Wir haben den aus Stahl gefertigten Holm mit einer matten Edelstahlverkleidung versehen, die einen eleganten Übergang zwischen den verwendeten Materialien schafft. Diese Oberflächenbehandlung war eine bewusste Entscheidung: Sie wirkt gleichzeitig markant und dezent – und lenkt den Blick nicht von der Leichtigkeit der Treppe ab.
Geölte Eichenstufen – in natürlichem Einklang mit dem Boden
Die Trittstufen bestehen aus furnierter, geölter Eiche, farblich abgestimmt auf den Ton des Bodenbelags.
Unser Ziel bei der Farbwahl war es, dass die Treppe den Farbton des Bodens nahezu fortführt – und nicht als separates Objekt, sondern als integraler Bestandteil des Innenraums erscheint.
Die Wärme der Eiche mildert den rohen Charakter der Betonflächen und schafft einen feinen Kontrast zu den Edelstahlelementen. Auch die Proportionen der Stufen wurden dem Raum angepasst: Sie sind dick genug, um stabil zu wirken, behalten jedoch die optische Leichtigkeit, die eine Mittelholmtreppe auszeichnet.
Glasgeländer – das Schlüsselelement für Leichtigkeit
Um den modernen, klaren Charakter der Treppe voll zur Geltung zu bringen, haben wir ein seitlich montiertes Glasgeländer geplant.
Bei der Befestigung war uns besonders wichtig, dass die fließende Linienführung der Treppe nicht unterbrochen wird. Die Schraubverbindungen wurden mit einem separaten Element aus dem gleichen Furniermaterial wie die Stufen verdeckt – so bleibt die Verbindung vollständig unsichtbar.
Dieses feine Detail verleiht der Treppe ihre klare, luftige Optik und lässt sie nahezu im Raum schweben – bei gleichzeitig maximaler Stabilität und Sicherheit.
Zwei viertelgewendelte Abschnitte – im Rhythmus des Raumes
Die Treppe verbindet die Etagen über zwei Viertelwendungen – eine sowohl funktionale als auch ästhetische Entscheidung.
Die Geometrie des Raumes verlangte nach dieser Lösung: Der erste Abschnitt führt als stabiler Block nach oben, die Wendungen durchbrechen die Länge und bringen Rhythmus in das Design.
Der obere Teil verläuft geradlinig und trifft elegant auf die Galerie, wo das Glasgeländer weitergeführt wird – so entsteht ein natürlicher Übergang zum Obergeschoss ohne harte Kante.

Warum wirkt diese Treppe so harmonisch?
Weil jedes einzelne Detail – in Material und Proportion – auf den Raum abgestimmt ist. Die Stabilität des Mittelholms, die natürliche Wärme der Eiche und die Leichtigkeit des Glasgeländers ergeben zusammen eine moderne, elegante und zeitlose Harmonie.
Dieses Projekt zeigt, wie vielseitig die Mittelholmtreppe eingesetzt werden kann und wie gut sie sich in charakterstarke Räume integrieren lässt.
Wenn du gerade baust, renovierst oder auf der Suche nach der perfekten Treppe für dein Zuhause bist – wir unterstützen dich gerne dabei.
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